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In dubio pro reo - im Zweifel für den Angeklagten



In dubio pro reo - im Zweifel für den Angeklagten


"In dubio pro reo" beschreibt einen Rechtsgrundsatz, der im deutschen Recht zwar nicht niedergeschrieben ist, dem dennoch eine sehr große Bedeutung zukommt. Nach diesem Grundsatz soll im Strafverfahren von der Unschuld des Angeklagten ausgegangen werden, wenn dem Gericht Zweifel an seiner Schuld bleiben. Das bedeutet, dass das Gericht von der Schuld des Angeklagten überzeugt sein muss, bleiben dem Richter Zweifel, so muss er von der für den Angeklagten günstigeren Möglichkeit ausgehen.

Im Falle meines Mannes wurde dieser Grundsatz an vielen Stellen geradezu unberücksichtigt gelassen:

Demzufolge wurden Indizien, die für meinen Mann sprachen entweder überhaupt nicht beachtet oder aber sie wurden ins Gegenteil verkehrt, sodass sie am Ende gegen meinen Mann sprachen.

Ein konkretes Beispiel hierfür sind die Fußabdrücke. Diese wurden seit den Ermittlungen als Täterabdrücke angesehen. Nachdem klar war, dass sie nicht von meinem Mann stammen können, wurden sie plötzlich zu Abdrücken der Hilfspersonen am Tatort degradiert. 

Als weiteres Beispiel lässt sich sein lückenloses Alibi aufführen. Das Gericht hat den Aussagen der Tochter und seines Kunden keine Beachtung geschenkt. Vielmehr hat sich das Gericht den Zeitraum eigens konstruiert, ohne die Zeugenaussagen in ihre Bewertung mit einzubeziehen. 

Das Gericht hatte sich von Anfang an auf meinen Mann als Täter eingeschossen, sodass für die Anwendung des Grundsatzes wenig Raum blieb, Überzeugende Tatsachen oder Anhaltspunkte, welche die Annahme einer Täterschaft rechtfertigen, liegen im Falle meines Mannes nicht vor. 

Wie konnte das Gericht dann zweifelsfrei davon ausgehen, dass ausgerechnet er die Tat begangen haben muss?